Tipps für Kopfurlauber, Gerneträumer und Leseratten

Herzlich willkommen, liebe Fantasyfreunde,

 

als Träumerin und Leseratte bin ich stets auf der Suche nach neuen Abenteuer für den Kopf. Deshalb freue ich mich über Best-of-Listen anderer Kopfurlauber. Darin habe ich schon so manches Juwel entdeckt.

 

Vielleicht geht es Euch genauso. In meinem Blog möchte ich Euch regelmäßig neue Bücher vorstellen, die mich faszinieren, fesseln, berühren oder inspirieren.

 

Ganz so eng sehe ich es übrigens nicht mit der Urban Fantasy. Auch spannende Science Fiction, einen guten Grusler oder eine der seltenen Perlen der High Fantasy werde ich Euch ans Herz legen, wenn sie mir unterkommen.

 

Manchmal findet man eine Weile nichts mehr, ist Euch das auch schon passiert?

Wenn es bei mir soweit ist, dann schreibe ich selbst. Ein kleiner Werbeblock für mein eigenes Buch ist also auch dabei, aber ich schmuggel ihn nicht unter die Bestenlisten, versprochen. Die Beurteilung überlasse ich meinen Lesern.

 

Und jetzt viel Spaß beim Stöbern.

Eure Kayla

Kaylas Toplist

  1. Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher
     
  2. Sergei Lukanienko: Weltengänger /  Weltenträumer
     
  3. Tad Williams: Bobby Dollar Trilogie
     
  4. Lois Lowry: Hüter der Erinnerung
     
  5. James Dashner: Labyrinth-Reihe
     
  6. Stephen King / Peter Straub: Der Talisman
     
  7. Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße
     
  8. Anette Strohmeyer: Die Ondragon-Reihe
     
  9. Blake Crouch: Psychose (Wayward Pines Reihe)
     
  10. Michael Ende: Die unendliche Geschichte

Kaylas Tipps und Rezensionen

Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher

Nicht mehr neu, aber für mich eines der allerschönsten Fantasy-Werke überhaupt. Einfach ein Moerschen für große und kleine Kinder.
Walter Moers ist mit der "Stadt der träumenden Bücher" auf dem Höhepunkt seines "Orm". Will heißen: seiner dichterischen Inspiration.

Das Buch ist zum Lachen, Träumen und Genießen.

Unbedingt als Hardcover kaufen, wegen der schönen Illustrationen. Und weil es sonst einfach nicht so richtig passt (Ihr werden erfahren, warum).

 

Hildegunst von Mythenmetz ist ein Dichter. Wer jetzt an einen Menschen denkt, der irrt, aber das spielt eigentlich keine Rolle.

Sein Werdegang führt Hildegunst in eine Stadt, in der Bücher echte Macht besitzen. Vom verstaubten Gelehrten wird Hildegunst zum wahren Helden.

 

Sergei Lukanienko: Weltengänger

Die kleine russische Seele auf großer Fahrt durch die Realität.

 

In "Weltengänger" mischt Lukanienko auf wunderbare Weise die Weltsicht eines einfachen Kerls im Sowjet-System mit der Erforschung paralleler Realitäten. Dabei geht es weniger um klassische Fantasy-Welten. Vielmehr überzieht Lukanienko politische Systeme und Ideale und denkt sie bis zum bitteren Ende.

 

Viel Humor, viel russisches Flair und eine sehr sehr farbige Welt. Für mich eine klare Empfehlung für jeden, der einer ironischen Sicht auf die alte Sowjetunion etwas abgewinnen kann.

Tad Williams: Bobby Dollar

Tad Williams mal richtig lässig. Wer hätte das gedacht?

 

Ihr kennt Tad Williams und glaubt zu wissen, was Ihr bekommt? Vorsicht, der Gute kann aber auch ganz anders.

 

Bobby Dollar ist ein Engel. Gut, kein so richtig mustergültier Engel, aber jeder tut eben, was er kann. In Bobbys Fall ist das vor allem, in Schwierigkeiten zu geraten. Genau das kann Bobby richtig gut und, zumindest für uns als unbeteiligte Beobachter, extrem unterhaltsam.

 

Witzig, kurzweilig, schnodderig. Meine Empfehlung: Undebedingt als Hörbuch herunterladen. Gelesen von Simon Jäger gewinnt der Stoff noch mehr an Spaß und man leidet mit dem armen, geplagten Flügelknaben schmerzvoll mit.

Lois Lowry: Hüter der Erinnerung

"Hüter der Erinnerung" ist ein kurzes Büchlein, das es in sich hat.

Eine Dystopie über eine ideale Welt, in der kein Mensch sich mehr mit den Erinnerungen an die Vergangenheit plagen muss. Erinnerungen an die Welt, als Menschen noch freie Entscheidungen trafen, gut oder schlecht sein konnten und echte Gefühle hatten.

 

In Jonas' Welt kann das nur einer: Der Hüter der Erinnerung.

 

"Hüter der Erinnerung" ist nachdenklich, etwas traurig und berührend. Wunderschön für einen grauen Herbstabend mit einer dampfenden Tasse Tee.

 

P.S. Es wurde außerdem sehr einfühsam verfilmt. Auch für den Film eine Empfehlung.

James Dashner: Die Auserwählten im Labyrinth

James Dashners "Maze Runner" ist eine sehr gelungene Dystopie. Eine Gruppe Jungen landet in einem Dorf mitten in einem hundsgemeinen Labyrinth.

Komplett auf sich gestellt und ohne jede Erinnerung, müssen sie allein zurechtkommen.

 

Besonders schön ist die Dynamik zwischen den Jungen. Und außerdem ist das Buch einfach unglaublich spannend.

 

Also, so etwas schreibt man zwar nicht, aber wenn's doch wahr ist!

Ich habe alle Teile in einem Stück verputzt.

 

P.S. Finger weg vom Film, der taugt gar nix. Und Ihr solltet kein Problem mit Wortschöpfungen haben, sonst findet Ihr das Buch vermutlich ziemlich "Klonk".

Stephen King / Peter Straub: Der Talisman

Ja, Ihr lest richtig. Stephen King!

 

Normalerweise denkt man bei King ja nicht unbedingt an Fantasy. Zumindest nicht an eine, die man vor dem Schlafengehen lesen möchte (für mich gilt das nicht, ich bin nicht so empfindlich, aber solche Leute soll es ja geben).

 

Der Talisman ist anders. Natürlich finden sich auch in diesem Buch gruselige Elemente, aber das Kernthema bilden sie nicht. Vielmehr geht es um die Reise und Entwicklung eines Jungen aus schwierigen Verhältnissen.

 

Jacks Reise findet in verschiedenen Welten statt. Der heutigen, realen Welt und der Region, einer Parallelwelt, deren Geheimnisse Jack nach und nach enthüllt.

 

Und damit sind wir mittendrin in einer kraftvollen, gewaltigen Fantasy-Geschichte.

 

Liebe Fantasy-Freunde, nur keine Bange. Ihr werdet begeistert sein.

Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße

Hach, ist das schööööööön!

 

Ein Mann fährt zurück an den Ort seiner Kindheit. Er erinnert sich an seine Kindheitsfreundin und an eine verrückte Geschichte vom "Ozean am Ende der Straße", der in Wahrheit nur ein Ententeich ist.

 

Aber ist er das? Nach und nach erinnert sich unser Hauptdarsteller an die wundersamen Ereignisse in seiner Kindheit, die für einen Erwachsenen nur schwer zu verknuspern sind.

 

Eine Geschichte voller Philosophie und reicher Fantasie. Ein wunderbares Buch für einen Kurzurlaub im Kopf (aufhören werdet Ihr nämlich nicht können.)

Anette Strohmeyer: Ondragon

Paul Ondragon ist eine verdammt coole Socke. Als Ermittler in sehr speziellen Fällen gerät er immer wieder an die Grenzen der Realität. Dabei muss er sich mit allerlei Fabelwesen herumschlagen, was er als "James Bond des Surrealen" problemlos meistert.

 

Ondragon hat ein klitzekleines persönliches Problem, eine ungewöhnliche Phobie, aber ich will nicht zuviel verraten.

 

Die Ondragon-Bücher sind witzig, spannend und sehr kurzweilig. Meine persönliche Empfehlung ist das Hörbuch mit David Nathan als Sprecher.

Blake Crouch: Psychose (Wayward Pines)

Ein US-Agent soll in einem kleinen Nest in den USA nach verschollenen Agenten fahnden. Klingt nicht nach Fantasy? Stimmt. Zunächst ist es das auch nicht.

 

Vielmehr geschehen verwirrende Dinge, die Agent Burke mehr und mehr an seinem geistigen Gesundheitszustand zweifeln lassen.

 

Aber nur soviel: Es hat einen guten Grund, warum ich die Reihe hier liste. Ihr werdet schon sehen.

 

Die Bücher sind sehr spannend und so gut aufgebaut, dass man den Ausgang nicht vorhersehen kann. Ein Mittelding aus Thriller und Fantasy, aber sehr gut geschrieben.

 

P.S. Die Fernsehserie finde ich nicht gelungen. Die Bücher aber sind empfehlenswert.

Michael Ende: Die unendliche Geschichte

Es tut mir leid, ich MUSS es einfach aufnehmen. Auch wenn es alt ist, aber vielleicht ist es inzwischen schon wieder so alt, dass ein paar von Euch es gar nicht mehr kennen.

 

Der leider verstorbene Michael Ende ist für mich persönlich der Vater der Urban Fantasy. Und sein Meisterwerk ist die "Unendliche Geschichte".

 

Das Buch ist wirklich nicht nur für Kinder. Am wunderbaren Ideenreichtums Michael Endes haben auch Erwachsene große Freude.

 

Bastian, ein kleiner, dicker Junge flieht vor den Schul-Rowdys in eine Buchhandlung. Und dort sieht er ein Buch, das in so fasziniert, dass er heimlich mitgehen lässt und es auf dem Speicher der Schule zu lesen beginnt.

 

Doch das Buch ist weit mehr als nur eine Geschichte. Bastian wird, im wahrsten Sinne des Wortes, in eine Geschichte gezogen, die ihn nicht mehr loslässt.

 

Empfehlung: Die wunderschöne, zweifarbig gedruckte Hardcover-Ausgabe.

 

P.S. Um Himmels Willen Finger weg von der grauenhaften Verstümmelung, die sich Verfilmung nannte.